Sehr geehrte Eltern,

danke, dass Sie zur Eltern-Kind-Pass*-Untersuchung für den 3. bis 5. Lebensmonat bei uns waren. Hier möchten wir Ihnen weitere nützliche Informationen zur Verfügung stellen.

Ernährung

Für die ersten sechs Monate benötigt Ihr Kind als Essen und Trinken ausschließlich Muttermilch. Die Weltgesundheitsorganisation WHO (World Health Organisation) empfiehlt, Kinder mindestens bis zum zweiten Geburtstag mit Muttermilch zu stillen. Das Stillen kann beliebig lange fortgesetzt werden.

Sollten Sie lieber Säuglingsnahrung mit einem Fläschchen füttern wollen, wird dafür Pre-Nahrung empfohlen, da Pre-Nahrung der Muttermilch sehr ähnlich ist.

Impfungen

Impfen schützt Ihr Kind vor gefährlichen Krankheiten. Wir empfehlen, dass Sie Ihrem Kind die laut österreichischem Impfplan empfohlenen Impfungen geben lassen. Lassen Sie sich bei unserem Praxisteam beraten! Weitere Informationen finden Sie unter Empfohlene Impfungen.

Sicherheit im 1. Lebensjahr

Wichtig: Nie Kind Schütteln

  • Schütteln Sie ein schreiendes Kind nie – das kann zu schweren Gehirnverletzungen führen.

Grundregeln beim Wickeln und Schlafen

  • Lassen Sie Ihr Kind niemals allein auf erhöhten Flächen (Wickeltisch, Sofa, Sessel). Immer eine Hand am Kind!

  • Zum Schlafen: Kind auf den Rücken legen, Kopf frei lassen. Nur Schlafsäcke verwenden, kein Kopfkissen.

  • Nichts ins Bett: Keine kleinen Gegenstände (Knöpfe, Münzen, Bonbons), die verschluckt werden könnten.

Sicherheit beim Baden und Pflegen

  • Wasser prüfen: Erst ins Bad, wenn Wasser eingefüllt und Temperatur geprüft ist (max. 37°C). Nicht mit heißem Wasser nachfüllen, während das Kind in der Wanne ist.

  • Kind immer festhalten beim Baden.

  • Pflegemittel weg: Besonders Puder – Erstickungsgefahr bei Einatmen.

Möbel und heiße Getränke

  • Babywippe: Anschnallen und nicht auf erhöhten Flächen abstellen.

  • Hochstuhl: Immer anschnallen, nie unbeaufsichtigt lassen.

  • Heiße Getränke: Außer Reichweite stellen. Nicht trinken, während Sie das Kind halten oder stillen.

Spielzeug und Strangulationsgefahr

  • Spielsachen: Altersgerecht, nicht spitz oder schwer.

  • Nichts um den Hals: Keine Kettchen oder Schnullerketten binden. Schnullerketten max. 10 cm an der Kleidung befestigen. Kordeln von Kleidung entfernen.

Beaufsichtigung und Auto

  • Nie allein lassen mit älteren Kindern oder Haustieren.

  • Autositz: Immer ein zugelassenes Rückhaltesystem verwenden, das zum Gewicht und zur Größe passt. Anschnallen – auch wenn das Kind schläft.

Wenn das Kind mobil wird

  • Steckdosen sichern, Schutzgitter an Treppen und Türen anbringen.

  • Kabel aufräumen, Elektrogeräte nach Gebrauch wegräumen.

  • Möbelecken abpolstern, Regale kippsicher verankern (zum Hochziehen).

  • Gefahren wegräumen: Zigaretten, Messer, Scheren, volle Aschenbecher.

  • Putzmittel und Medikamente: Immer außer Reichweite lagern. Giftige Pflanzen entfernen.

  • Keine Lauflernhilfen verwenden.

Unfallschwerpunkte 0 – 6 Monate

Mit wachsender Kraft und Neugier steigen die Unfallrisiken. Die größten Gefahren sind:

Hauptrisiken

  • Stürze aus der Höhe (Wickeltisch, Couch, Babywippe)

  • Ersticken durch Bettzeug, Strangulation oder Einatmen von Kleinteilen

  • Unfälle beim Autotransport

  • Verbrühungen durch heiße Getränke

Was Sie tun können

  • Nichts Heißes trinken, während Sie Ihr Kind halten oder stillen.

  • Alles überprüfen: Nur Dinge in Reichweite, die Ihr Kind auch in den Mund nehmen darf.

*) vormals "Mutter-Kind-Pass"

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