Sehr geehrte Eltern,
danke, dass Sie zur Eltern-Kind-Pass*-Untersuchung für den 7. bis 9. Lebensmonat bei uns waren. Hier möchten wir Ihnen weitere nützliche Informationen zur Verfügung stellen.
Ernährung
Für die ersten sechs Monate hat Ihr Kind als Essen und Trinken ausschließlich Muttermilch benötigt. Ab dem sechsten Lebensmonat benötigt Ihr Kind nach und nach die gesunden Nahrungsmittel der anderen Familienmitglieder in Form von Breikost.
Zusätzlich kann Ihr Kind bis zum zweiten Lebensjahr oder darüber hinaus gestillt werden. Dies ist eine Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO (World Health Organisation). Wird nicht gestillt, wird Pre-Nahrung als Fläschchennahrung empfohlen, da Pre-Nahrung der Muttermilch sehr ähnlich ist.
Zahngesundheit
Sobald der erste Zahn kommt, wird das Zähneputzen 2x täglich empfohlen. Verwenden Sie dazu eine Kinderzahnbürste mit einer Fluorid-Kinderzahncreme. Verwenden Sie nicht mehr als die auf der Packung angegebenen Menge Zahncreme.
Gehen Sie mit Ihrem Kind 2x jährlich zur Zahnärztin, sobald der erste Zahn da ist. Dadurch gewöhnt es sich an die Atmosphäre und lernt zu erlauben, in den Mund hineinzusehen.
Bieten Sie Ihrem Kind Wasser zum Trinken an. Vermeiden Sie generell Zucker oder Honig enthaltende Getränke. Bieten Sie ihrem Kind in Babyfläschchen oder Schnabeltassen keine gesüßten Getränke an, um Nuckeln zu vermeiden.
Impfungen
Impfen schützt Ihr Kind vor gefährlichen Krankheiten. Wir empfehlen, dass Sie Ihrem Kind die laut österreichischem Impfplan empfohlenen Impfungen geben lassen. Lassen Sie sich bei unserem Praxisteam beraten! Weitere Informationen finden Sie unter Empfohlene Impfungen.
Sicherheit im 1. Lebensjahr
Wichtig: Nie Kind Schütteln
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Schütteln Sie ein schreiendes Kind nie – das kann zu schweren Gehirnverletzungen führen.
Grundregeln beim Wickeln und Schlafen
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Lassen Sie Ihr Kind niemals allein auf erhöhten Flächen (Wickeltisch, Sofa, Sessel). Immer eine Hand am Kind!
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Zum Schlafen: Kind auf den Rücken legen, Kopf frei lassen. Nur Schlafsäcke verwenden, kein Kopfkissen.
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Nichts ins Bett: Keine kleinen Gegenstände (Knöpfe, Münzen, Bonbons), die verschluckt werden könnten.
Sicherheit beim Baden und Pflegen
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Wasser prüfen: Erst ins Bad, wenn Wasser eingefüllt und Temperatur geprüft ist (max. 37°C). Nicht mit heißem Wasser nachfüllen, während das Kind in der Wanne ist.
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Kind immer festhalten beim Baden.
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Pflegemittel weg: Besonders Puder – Erstickungsgefahr bei Einatmen.
Möbel und heiße Getränke
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Babywippe: Anschnallen und nicht auf erhöhten Flächen abstellen.
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Hochstuhl: Immer anschnallen, nie unbeaufsichtigt lassen.
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Heiße Getränke: Außer Reichweite stellen. Nicht trinken, während Sie das Kind halten oder stillen.
Spielzeug und Strangulationsgefahr
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Spielsachen: Altersgerecht, nicht spitz oder schwer.
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Nichts um den Hals: Keine Kettchen oder Schnullerketten binden. Schnullerketten max. 10 cm an der Kleidung befestigen. Kordeln von Kleidung entfernen.
Beaufsichtigung und Auto
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Nie allein lassen mit älteren Kindern oder Haustieren.
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Autositz: Immer ein zugelassenes Rückhaltesystem verwenden, das zum Gewicht und zur Größe passt. Anschnallen – auch wenn das Kind schläft.
Wenn das Kind mobil wird
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Steckdosen sichern, Schutzgitter an Treppen und Türen anbringen.
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Kabel aufräumen, Elektrogeräte nach Gebrauch wegräumen.
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Möbelecken abpolstern, Regale kippsicher verankern (zum Hochziehen).
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Gefahren wegräumen: Zigaretten, Messer, Scheren, volle Aschenbecher.
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Putzmittel und Medikamente: Immer außer Reichweite lagern. Giftige Pflanzen entfernen.
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Keine Lauflernhilfen verwenden.
Unfallschwerpunkte 6 bis 12 Monate
Hauptrisiken
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Stürze vom Wickeltisch, aus Babywippen, Hochstühlen und von Treppen
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Lauflernhilfen: Besonders gefährlich wegen Treppenstürze – besser vermeiden
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Verbrühungen durch heiße Flüssigkeiten (Tee, Kaffee, Wasser)
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Vergiftungen durch Putzmittel, Haushaltschemikalien und Medikamente
Was Sie tun können
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Treppen sichern mit Schutzgittern.
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Heiße Getränke weg vom Tischrand und außer Reichweite.
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Kabel von Wasserkochern hochlegen oder außer Reichweite.
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Putzmittel und Medikamente immer sicher verschlossen und unerreichbar lagern.
*) vormals "Mutter-Kind-Pass"